Eric Emmanuel Schmitt: Als ich ein Kunstwerk war

Eric Emmanuel Schmitt: Als ich ein Kunstwerk war 
Der junge Tazio Firelli hält sich für unattraktiv und gewöhnlich, ohne besondere Talente und Eigenschaften. Mit einem Sprung in die Tiefe will er seiner verhassten Existenz ein Ende bereiten, da kommt ihm der ominöse Zeus-Peter Lama mit einem verlockenden Angebot in die Quere. Lama ist ein berüchtigter Agent provocateur der Kunstszene und verspricht Tazio alles, was er sich ersehnt: Schönheit, Ruhm, Extravaganz und Einmaligkeit. Der Lebensmüde geht diesen verheißungsvollen Pakt ein. Er muss sich dazu dem Künstler voll und ganz verschreiben und sich mit Hilfe des Chirurgen Dr. Fichet zu einem unverwechselbaren Kunstwerk umwandeln lassen. Eigenständiges Denken und Sprechen allerdings sind ihm von nun an verboten. Aus Tazio wird „Adam zwei“, ein schillerndes Ausstellungsobjekt, das weltweit Begeisterungsstürme auslöst. Allein die stille Fiona bemerkt, dass sich in dem gefeierten Kunstwerk immer noch Tazios leidende Kreatur verbirgt, und sie tut alles, um ihn aus den Fängen Zeus-Peter Lamas zu befreien.

Wieder einmal ein sehr gelungenes, philosophisches Buch des berühmten französischen Autors ( „Monsieur Ibrahim und die Blume des Korans“ ; „Oskar und die Dame in rosa“ u.v.m.). Dieses Buch erinnert einen an die Tragödie des Dr. Faustus von Johann Wolfgang Goethe. Was macht den Mensch menschlich? Welche Stärken und welche Schwächen gestehen wir jedem Einzelnen zu? Müssen wirklich alle schön, beliebt und erfolgreich sein – und was bedeutet es, dafür seine Seele verkauft zu haben?

Zu finden ist dieses 235 Seiten dünne Buch in dem Regal Romane unter „SCHMI“.

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
Tanja Hofmann

Zuletzt aktualisiert: 02 März 2015
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